Was sind MX-Einträge und wie funktionieren sie?

MX steht für "Mail Exchange" und gibt den Domainnamen des für eine (Sub-)Domain zuständigen Mail-Servers an. Ein MX-Eintrag besteht aus einer positiven Ganzzahl zwischen 0 und 65535 (Priorität) und einem Domainnamen, der auf einen A-Eintrag verweist.

Die Prioriät legt fest, welcher Mail-Server bevorzugt genutzt werden soll, falls mehrere MX-Einträge vorhanden sind. So können Sie beispielsweise zwei Mail-Server angeben, einen mit der Priorität 10, einen anderen mit der Priorität 20. Je kleiner die Priorität, desto bevorzugter wird dieser Eintrag für die Zustellung von Emails verwendet. Ist der Server mit der niedrigsten Prioritätskennzahl nicht erreichbar, oder lehnt die Mail mit einem temporären SMTP-Fehlercode (4xx) ab, so wird automatisch versucht, die Mail an den Server mit der nächsthöreren Prioritätskennzahl zuzustellen. Bei gleicher Priorität wird ein Server nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, so lässt sich eine Lastverteilung auf mehrere Mail-Server realisieren. Bei der Ablehnung einer E-Mail mit einem permanenten SMTP-Fehlercode (5xx) erfolgen keine weiteren Zustellversuche an eventuell vorhandene Server mit gleicher oder höherer Prioritätskennzahl. Im Falle der Nichterreichbarkeit von allen in den MX-Einträgen hinterlegten Mail-Servern (z.B. bei Wartungsarbeiten oder Störungen) gehen E-Mails nicht sofort verloren, sonderen es erfolgen wiederholte Zustellversuche über einen Zeitraum vom mehreren Tagen.

Die Standard-Werte für MX-Einträge lauten wie folgt:

domain.tld.   IN   MX   10 mail.ihredomain.at
*.domain.tld. IN   MX   10 mail.ihredomain.at

Falls ein (Sub-)Domain keinen MX-Eintrag besitzt, aber ein A-Eintrag vorhanden ist, so werden E-Mails an den im A-Eintrag angegebenen Server zugestellt. Sind für eine (Sub-)Domain weder MX- noch A-Einträge vorhanden, können an diese (Sub-)Domain keine E-Mails gesendet werden.

Eigene Mail-Server verwenden

Falls Sie eigene Mail-Server verwenden möchten, löschen Sie bitte die MX-Einträge der Variomedia-Server, und fügen dann über die Eingabemaske die MX-Einträge für Ihre eigenen Server hinzu. Achten Sie dabei bitte darauf, dass Sie im Feld "Daten" einen vollständigen Domainnamen mit abschließendem Punkt angeben (z.B. "mail.meine-domain.de."), der wiederum auf einen A-Eintrag verweist. Der abschließende Punkt ist wichtig, da Ihr Domainname sonst automatisch angehängt wird, und dies zu einem Eintrag wie "mail.meine-domain.de.meine-domain.de" führen würde.

Sollte Ihr Mail-Server noch keinen Domainnamen haben, legen Sie bitte einen passenden A-Eintrag dafür an (z.B. "mail.meine-domain.de"), die Verfahrensweise dafür können Sie im untenstehenden Artikel nachlesen. Sie können auch mehrere gleichnamige A-Einträge anlegen, dann wird ähnlich wie bei MX-Einträgen mit gleicher Priorität ein A-Eintrag nach dem Zufallsprinzip ausgewählt.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass ein MX-Eintrag auf einen A- bzw. AAAA-Eintrag verweisen muss, CNAME-Einträge oder IP-Adressen sind nicht zulässig.

MX-Einträge von unterschiedlichen E-Mail-Anbietern

Es ist im Regelfall nicht empfehlenswert, MX-Einträge von unterschiedlichen E-Mail-Anbietern zu kombinieren, da es dabei zu diversen unerwarteten Problemen kommen kann. Falls Sie dies dennoch möchten, sollten Sie darauf achten, dass alle von Ihnen genutzten E-Mail-Postfächer auch auf allen per MX-Eintrag hinterlegten E-Mail-Servern angelegt wurden.

MX-Einträge und DynDNS

Die Nutzung eigener Mail-Server mit dynamischen IP-Adressen (z.B. DSL-Anschluss) und DynDNS ist nicht empfehlenswert, da bei einer Änderung der dynamischen IP-Adresse E-Mails noch für eine gewisse Zeit an die alte IP-Adresse zugestellt werden. Dies kann dazu führen, dass E-Mails abgelehnt werden, oder Unbefugte Ihre E-Mails erhalten.

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